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US-Angriffe auf Houthis: Krise im Roten Meer eskaliert weiter

Von Yoyo Shi / 2025-03-19

Karte des Jemen und der Gebiete rund um den Golf von Aden mit markierten Städten wie Sanaa, Al Hudaydah und Aden.

Die Vereinigten Staaten haben eine Reihe heftiger Luftangriffe auf Ziele der Huthi im Jemen gestartet, nachdem die vom Iran unterstützte Gruppe wiederholt Handels- und Militärschiffe im Roten Meer angegriffen hatte. Seit November 2023 haben die Huthi über 100 Handelsschiffe mit Raketen und Drohnen angegriffen, zwei Schiffe versenkt und vier Seeleute getötet.

Die von Präsident Donald Trump angeordneten Angriffe zielen darauf ab, die Fähigkeit der Houthis zu beeinträchtigen, den internationalen Schiffsverkehr zu stören und die Freiheit der Seefahrt wiederherzustellen. Die USA und ihre Verbündeten führen seit Januar 2024 Luftangriffe durch. In der jüngsten Kampagne am Wochenende vom 15. bis 16. März 2025 führten die USA rund 47 Luftangriffe gegen Houthi-Ziele im Jemen durch.

Die Angriffe der Huthi hatten erhebliche Auswirkungen auf die globalen Schifffahrtsrouten. Seit Beginn der Angriffe Ende 2023 haben große Reedereien ihre Schiffe umgeleitet, um das Rote Meer zu meiden. Dies führte zu historisch niedrigen Frachtmengen durch den Suezkanal. Im November 2024 passierten nur 115 Containerschiffe den Kanal, ein Rückgang von 721 Tonnen im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, solange die Spannungen anhalten.

Die Umleitung der Schiffe hat zudem zu längeren Transitzeiten geführt. Auf wichtigen Handelsrouten zwischen Asien, Europa und der US-Ostküste kam es zu Verzögerungen von bis zu 14 Tagen. Die verlängerten Transitzeiten und die Umleitung haben die globalen Lieferketten zusätzlich verteuert und komplexer gemacht.

Die US-Regierung hat erklärt, sie werde die Angriffe so lange fortsetzen, bis die Bedrohungen für die Schifffahrt im Roten Meer beseitigt seien. Analysten warnen jedoch vor einer weiteren Eskalation des Konflikts. Die Houthis könnten ihre Angriffe auf weitere Handelsschiffe und die Ölinfrastruktur der Golfstaaten ausweiten. Zuvor hatten die Houthis bereits Ölinfrastrukturen in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen.

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